Es müsse doch möglich sein, keine Mutter zu werden, fordert Donath. Einfach so, ohne andere Pläne zu haben. Man soll keine Karriere machen müssen, um keine Kinder kriegen zu dürfen. Die ausbleibende Mutterschaft dürfe nicht nur als Opfer verstanden werden, zugunsten eines anderen Ziels, sondern diene selbst als ein Plan für ein sinnvolles Leben. Eines Lebens, dessen Sinn nicht nur im Nutzwert besteht. Und das auch darin seinen Sinn haben könne, und ich liebe Donath für dieses Bild, den ganzen Tag Papierflieger auf eine Wand zu werfen, ohne den Ehrgeiz, eine bestimmte Stelle zu treffen.
Isabelle Lehn / Frühlingserwachen